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Weser-Kurier: Leitartikel von Stefan Lakeband über Merchandising

Bremen (ots) - Bei Star Wars sind die Fronten klar. Die Guten kämpfen gegen das Imperium. Das hat einen fiesen Anführer, der mit seinem Todesstern ganze Planeten zerstört. Auch Disney befindet sich auf einem Schlachtfeld. Dabei geht es nicht um die Freiheit der Galaxis, sondern um Gewinne und Renditen. Die wichtigste Waffe des Konzerns: die Rechte an Star Wars. Noch bevor der siebte Teil der Filmreihe überhaupt angelaufen ist, sieht es für Disney nach einem großen Erfolg aus. Star Wars ist überall: auf T-Shirts, auf Toastern, auf Brotdosen, als Plüschfigur in Kinderbetten. Jeder verkaufte Fan-Artikel steigert den Gewinn des Unternehmens. Es ist mittlerweile ein gängiges Prinzip: Alles, was Einzug in die Populärkultur hält, wird irgendwie vermarktet. Seien es Filme, Fernsehserien oder Bücher. Die Fans kaufen es, und selbst viele Nicht-Fans werden so angesprochen. Ein globales Milliardengeschäft, von dem viele profitieren. Die Lego-Sets etwa zu Star Wars und Harry Potter sind mittlerweile eine der wichtigsten Einnahmequellen des dänischen Konzerns. Die Gefahr: Anstatt eigene Erfolge zu kreieren, werden nur bestehende abgeschöpft. Die Ideen werden weniger, die Vielfalt leidet. Den beteiligten Konzernen ist das jedoch egal, sie können sich auf sichere Geschäfte verlassen. Die Macht ist mit ihnen.

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