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Weser-Kurier: Über Niedersachsens Maßregelvollzug schreibt Peter Mlodoch:

Bremen (ots) - Nach Fluchten aus Moringen im Juli, aus Brauel im August und aus Osnabrück im September sind jetzt gleich fünf Straftäter auf einmal und unter Anwendung von Gewalt wieder aus Brauel abgehauen. In Niedersachsens Maßregelvollzug scheint es drunter und drüber zu gehen - trotz der 2014 verschärften Sicherheitsvorkehrungen und des in diesem Jahr um 54 Stellen aufgestockten Personals. Doch gemach: Beim näheren Hinsehen entpuppen sich die Zahlen als nicht ganz so dramatisch. Sie weichen insgesamt nicht sonderlich von denen der vergangenen Jahre ab. Viel wichtiger aber: Die allermeisten Flüchtigen sitzen längst wieder - dank schneller Fahndungserfolge der Polizei oder auch, weil viele Betroffenen freiwillig zurückkehrten. Das entbindet freilich Sozialministerin Cornelia Rundt nicht davon, über weitere Verbesserungen beim Schutz von Pflegern und Bevölkerung nachzudenken. Mehr Nato-Draht allein reicht dabei nicht. Notwendig sind vor allem speziell geschulte Aufpasser. Die Amtshilfe von echten Vollzugsbeamten, also Profis, sollte in den Maßregel-Einrichtungen nicht länger tabu sein.

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