Weser-Kurier

Weser-Kurier: Über DFB-Chef Niersbach schreibt Marc Hagedorn:

Bremen (ots) - Jetzt hat DFB-Chef Wolfgang Niersbach also Auskunft gegeben über die ominöse Zahlung von 6,7 Millionen Euro an die Fifa im Zuge der Fußball-WM 2006. Ein paar Fragen hat Niersbach tatsächlich beantwortet. Man weiß jetzt etwa, dass die Fifa dieses Geld gefordert hatte, um als Gegenleistung 170 Millionen Euro an das deutsche Organisationskomitee zu zahlen. Man weiß jetzt auch, dass zunächst Franz Beckenbauer mit seinem Privatvermögen für diese Summe gerade stehen wollte. Aber schon die Frage, warum die Fifa überhaupt Geld verlangt hat, konnte Niersbach nicht mehr beantworten. Und so war das an vielen Punkten. Mit jeder Antwort Niersbachs tauchten neue Fragen auf. Niersbachs Ausführungen waren trotzdem erhellend. Sie werfen ein grelles Licht auf die Kultur, die im Weltfußball herrscht. Da werden Alleingänge gestartet, Gespräche unter vier Augen geführt, zuständige Gremien nicht informiert, Millionen verschoben. Wohin das führt, sieht man jetzt: zu Misstrauen, zu Spekulationen und ganz viel Raum für dubiose Geschäfte. Es ist ein Sumpf. Kein seriöses Unternehmen könnte es sich erlauben, so zu arbeiten. DFB und Fifa tun es trotzdem.

Pressekontakt:

Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de
Original-Content von: Weser-Kurier, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Weser-Kurier

Das könnte Sie auch interessieren: