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Weser-Kurier: Kommentar von Stefan Lakeband über die Milchkrise

Bremen (ots) - Er sinkt und sinkt und sinkt. Der Milchpreis ist in den letzten Monaten regelrecht abgestürzt. Bauern haben Angst um ihre Existenz, die größte Molkerei Deutschlands - das DMK aus Bremen - hat sich ein striktes Sparprogramm auferlegt. Es sind große Probleme, mit denen die Milchwirtschaft kämpft. Doch es sind auch welche, die selbst gemacht sind. Viele Milchbauern haben lange sehr gut gelebt. Anfang 2014 haben Landwirte etwa 41 Cent für den Liter Milch bekommen. Und als Unternehmer haben sie ihre Produktion gesteigert. Wer mehr verkauft, verdient auch mehr. Nun geht die Rechnung aber nicht mehr auf. Weltweit gibt es zu viel Milch - und das drückt die Preise. Daran kann auch die Rückkehr zur Milchquote nichts ändern, die schon diskutiert wurde. Auch während ihres Bestehens gab es immer wieder Schwankungen. Und auch das haben die Bauern verkraftet. Viel mehr noch: In guten Phasen war ihnen die EU-Quote egal. Sie haben fleißig immer weiter produziert - auch wenn sie dafür im nächsten Jahr eine ordentliche Strafe nach Brüssel zahlen mussten. Nun müssen sie mit der anderen Seite des Marktes leben.

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