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Weser-Kurier: Kommentar von Justus Randt über marode Brücken

Bremen (ots) - Gut, dass die Grünen im Bundestag sich und anderen noch einmal Klarheit verschafft haben: Ja, auch niedersächsische Brücken werden älter und sanierungsbedürftiger. Die Instandsetzung der in die Jahre gekommenen Bauwerke ins Verhältnis zu setzen zu geplanten Neubauten, speziell der sogenannten Küstenautobahn A 20, ist jedoch ein sonderbarer Reflex der Grünen - auf Landes- wie auf Bundesebene. Die Abhängigkeit des einen vom anderen wird überbewertet. Zumal es längst das bundespolitische Bekenntnis gibt, es müsse mehr Geld in den Erhalt der Infrastruktur fließen. Hier könnten Kritiker ansetzen. Denn dass ein vom Bundesverkehrsministerium eingerichteter Topf zur Brückenmodernisierung den Titel "Sonderprogramm" trägt, klingt entlarvend. Statt ohne rechten Erfolg gegen die Küstenautobahn zu Felde zu ziehen, könnten deren Gegner sich darauf verlagern, Druck nach vorne zu machen. Indem sie aufpassen, dass auch der kleinste Schaden an Brücken und Straßen noch schneller und gründlicher behoben wird. Das könnte dem A 20-Elbtunnel-Projekt finanziell das Wasser abgraben.

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