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Weser-Kurier: Kommentar von Jörg Niemeyer über Verkehrsstaus

Bremen (ots) - Endlich mal ein 19. Platz, über den Bremen sich nicht grämen muss. Nur in drei der von der Firma Inrix untersuchten 22 deutschen Ballungsräume steht der Autofahrer kürzer im Stau als in Bremen. Wer gerade mal wieder links im Schneckentempo über die Stephanibrücke oder auf der Neuenlander Straße rollt, braucht zum Trost also nur an diese schöne Studie zu denken, um gut gelaunt dem Nachbarn auf der rechten Fahrspur zuzuwinken. Ob das wohl so funktionieren kann? Die Prognose dürfte nicht allzu gewagt sein, dass die Mehrheit der Automobilisten lieber Fahrer als Stauer sein möchte. Zumal die für Bremen ermittelten 25 Stunden Stau ja ein Durchschnittswert sind. Das heißt: Für jeden, der auf seinem Weg zur Arbeit keinen Stau kennt, steht ein anderer gleich 50 Stunden pro Jahr still. So ist Statistik nun mal. Und sie bezieht auch nicht mit ein, dass ein Autofahrer aus Sorge, in einen Stau geraten zu können, vorsichtshalber gleich noch eine halbe Stunde früher zu Hause aufbricht. Und sich dann womöglich ärgert, viel zu früh am Ziel zu sein. Nein, das Thema Stau ist nie ein gutes. Bestenfalls ist es weniger schlecht als anderswo.

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