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Weser-Kurier: Über offenen WLAN-Ausbau schreibt Silke Hellwig:

Bremen (ots) - Also wirklich: Hat Bremen keine anderen Sorgen, als seinen Bürgern offene WLAN-Stationen anzubieten? Doch, bestimmt, jede Menge sogar. Allerdings kann man das eine tun, ohne das andere zu lassen; und es ist schon ein triftiges Argument, dass man Geld verwenden kann, das dafür und nur dafür zur Verfügung steht. Insofern spricht nichts gegen die WLANisierung öffentlicher Einrichtungen. Doch was spricht dafür? Es wäre übertrieben, von der kommunalen Digitalisierungsoffensive ernsthaft zu erwarten, dass sie aus blinden Konsumenten umsichtige Bürger macht, die sich die digitale Kommunikation samt ihrer Risiken und Nebenwirkungen bewusst untertan machen statt sich von ihr beherrschen zu lassen. Aber es besteht zumindest die Chance, dass Vater Staat Einfluss gewinnt und Verantwortung übernimmt - anders als das womöglich private Anbieter leisten können. Und man muss realistisch sein: Das synchrone Wandern durch Stadt und WWW setzt sich durch. Es wird Miteinander und Manieren im öffentlichen Raum verändern - nicht nur zum Guten. Staatlich lässt sich das weder bremsen noch befördern. Es macht wohl mehr Sinn, mitzumischen statt nur zuzugucken.

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