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Weser-Kurier: über Personalmangel bei der Bremer Polizei schreibt Hauke Hirsinger:

Bremen (ots) - Lutz Müller ist nicht zu beneiden. Der Polizeichef bekam von den Koalitionären mehr Polizisten zugestanden, als in den Vorjahren. Aber er will noch mehr. Das mag der Öffentlichkeit beim Stand der Bremer Schuldenuhr zwar schwer zu vermitteln sein, sicher ist aber: Die Anforderungen an die Polizei sind in Bereichen wie Internetkriminalität und Terrorismusabwehr gestiegen, und der Berg von 330.000 Überstunden ist Beleg des Personalmangels. Dieser Berg hat sich nicht angehäuft, weil die Beamten eine besonders harte Bundesligasaison zu betreuen hatten. Vielmehr sind die Überstunden im Polizeialltag angefallen. Die meisten davon - etwa 100.000 - bei der Schutzpolizei. Gefolgt von der Kriminalpolizei mit rund 89.000. Erst dann kommt die Bereitschaftspolizei mit 67.000 Überstunden. Es handelt sich also um ein Problem, das kaum mit der Schließung von Polizeirevieren, dem Abziehen von Kontaktpolizisten oder dem Reduzieren der Bereitschaftspolizei zu beheben ist. In diese Richtung deutet auch, dass sich CDU und Linke in diesem Punkt ausnahmsweise einig sind. Offensichtlich braucht Bremen einfach zusätzliche Polizisten und keine neue Debatte über Polizeireviere.

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