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Weser-Kurier: Kommentar von Kira Pieper über Seniorenheime

Bremen (ots) - Statistiken besagen, dass im Jahr 2060 die 70- bis 74-Jährigen die größte Altersgruppe in Deutschland bilden. Damit sind Investitionen in altersgerechtes Wohnen schon heute ein lukratives Geschäft, das aber nicht aus dem Ruder laufen darf. Nicht nur private Anleger haben den Markt für sich entdeckt. Längst sehen internationale Konzerne Seniorenheime als interessante Branche. Das führt dazu, dass die Entscheidungsträger heute oft weit weg von ihren Wohnheimen sitzen - weit weg von den Alten und auch den Mitarbeitern. In der Anonymität eines Großunternehmens kann leichter gespart werden: am Personal, am Essen, an der Menschlichkeit. Ob diese Gefahr den gut 2000 Mitarbeitern und mehr als 2000 Heimbewohnern der verkauften Residenz-Gruppen-Anteile droht, wird sich zeigen. Hier ist jedenfalls Aufmerksamkeit geboten. Manches gelingt in größeren Unternehmen aber auch besser, und die französische Orpea-Gruppe ist bislang nicht negativ aufgefallen. In der Altenpflege sollte es jedenfalls nicht nur um Geld gehen. Sondern um Menschen, die am Ende ihres Lebens auf Hilfe angewiesen sind.

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