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Weser-Kurier: Kommentar von Joerg Helge Wagner über Torsten Albigs Ausrutscher

Bremen (ots) - Das wird man doch wohl noch sagen dürfen... Nein, darf man nicht! Zumindest nicht, wenn man SPD-Ministerpräsident einer rot-grünen Koalition ist. Denn rot-grün ist der Weg ausgeschildert, auf dem die alte Dame SPD aus der babylonischen Gefangenschaft namens Groko entkommen will. Auf Länderebene ist ihr das ja schon flächendeckend gelungen, nicht bloß in Schleswig-Holstein: Bremen, Niedersachsen, Hamburg, NRW, Rheinland-Pfalz werden rot-grün regiert. In Baden-Württemberg ist man lieber Juniorpartner der Grünen als jener der CDU geworden, in Thüringen hat man gar einem Linken auf den Chefsessel geholfen. Unterm Strich gibt die SPD aber in neun von 16 Staatskanzleien den Ton an. Die Richtung sollte also eindeutig sein: Die Zukunft liegt links. Torsten Albig aber findet die CDU-Kanzlerin öffentlich so prima, dass die SPD 2017 auf einen Gegenkandidaten verzichten könnte. Das ist ehrlich - vor allem ehrlich parteischädigend. Wolfgang Clement ist einst für seine Wahlempfehlung gegen die linke hessische SPD-Kandidatin Andrea Ypsilanti aus der Partei gedrängt worden - und da bekleidete er schon längst kein politisches Amt mehr.

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