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Weser-Kurier: Kommentar von Peter Hanuschke zur Kaiserschleuse in Bremerhaven

Bremen (ots) - Wenn's schief läuft, dann aber richtig - besser lässt sich die Situation an der Kaiserschleuse in Bremerhaven nicht beschreiben: Statt wie geplant am Donnerstag vor Ort die Baufortschritte an der seit Herbst geschlossenen Schleuse zu zeigen, wird dieses Ereignis gänzlich zur Nebensache. Denn das Binnenhaupt stiehlt dem fast wieder funktionsfähigen Außenhaupt die Show: Denn jetzt wurden am Schleusentor zum Hafenbecken die ungewöhnlich starken Verschleißschäden entdeckt, die schon das Außenhaupt außer Gefecht setzten. Nichts mit geplanter Schleusenöffnung. Die erst vier Jahre alte Kaiserschleuse schließt bis mindestens Dezember ihre Tore, statt wie geplant in zwei Wochen wieder der Handelsschifffahrt zur Verfügung zu stehen. Für 230 Millionen Euro wurde die Anlage als Jahrhundertprojekt seinerzeit angepriesen. Und dann so etwas: Innerhalb von rund sechs Monaten treten an zwei unterschiedlichen Stellen ähnliche Verformungen an Schienen auf, die bei normaler Beanspruchung erst in 30 Jahren auftauchen dürften. Wer da überzeugt ist, dass da etwas ganz arg in die Hose gegangen ist, der kann nur richtig liegen. Letztlich wird es aber das Gutachten zeigen. Nur wird dort kaum etwas von Pfusch zu lesen sein, da wird vorsichtiger formuliert.

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