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Weser-Kurier: Kommentar von Uwe Dammann zum Focke-Museum in Bremen

Bremen (ots) - Kultur kostet Geld - das ist eine Binsenweisheit und trifft auch auf eine mögliche Erweiterung des Focke-Museums zu. Auch wenn die genauen Bausummen noch nicht feststehen, ist klar, dass es sich hier um ein Millionenprojekt handeln wird, das von der Stadt gefördert werden muss. Jetzt werden die Hüter der öffentlichen Kassen darauf verweisen, dass das hoch verschuldete Bremen sparen muss und sich schon gar keine kulturellen Großprojekte mehr leisten kann. Doch es ist geradezu grotesk, um Altbundespräsident Richard von Weizsäcker zu zitieren, "dass Ausgaben im kulturellen Bereich zumeist Subventionen genannt werden, während kein Mensch auf die Idee käme, die Ausgaben für ein Bahnhofsgebäude oder einen Spielplatz als Subventionen zu bezeichnen." Kultur ist kein Luxus, den wir uns leisten oder beliebig streichen können, sondern auch der geistige Boden einer Stadt wie Bremen. Ein möglicher Erweiterungsbau des Focke-Museums, der die Ausstellung mit Exponaten aus der Bremer Geschichte nach 1945 bis zur Gegenwart erweitert, ist ein attraktives kulturelles Angebot, das vermutlich viele und neue Besucher anspricht. Eine Auffrischung des Bestandes mit Exponaten aus den Wirtschaftswunderjahren oder den Sechziger Jahren mit Beat-Club-Ära und anderen möglichen Ausstellungsobjekten ist ein Gewinn für das Museum und für Bremen.

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