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Weser-Kurier: Kommentar von Silke Looden zum Streik und den Kita-Gebühren

Bremen (ots) - Wer der Meinung ist, dass Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesstätten zu wenig verdienen für das, was sie zweifellos leisten, muss auch diesen Streik aushalten. Die Zeit des Lamentierens über die mangelnde Anerkennung für diesen Beruf ist vorbei. Endlich ergreifen die Betroffenen die Initiative. Nicht von ungefähr sind es vor allem Frauen, die in Kindergärten und Krippen arbeiten. Dabei haben Frauen nicht unbedingt einen besseren Draht zu Kindern als Männer. Das zeigen die vergleichsweise wenigen Erzieher. Männer aber geben sich nicht so leicht mit schlechten Gehaltsaussichten zufrieden. Das gilt übrigens auch für Grundschullehrkräfte. Dort fehlt es auch an Männern, sodass Kinder in der Regel bis zur weiter führenden Schule vor allem mit Frauen zu tun haben. Das ist nicht gut für eine gesunde Entwicklung. Dass Eltern, die angesichts des Streiks ohnehin schon vor organisatorischen Herausforderungen stehen, nun Gebühren für die Ausfalltage zurückfordern, ist ihr gutes Recht. Schließlich ist das Geld zweckgebunden und darf nicht in defizitären kommunalen Haushalten untergehen. Die allermeisten Eltern zeigen sich solidarisch mit den Streikenden, nehmen Verdienstausfall oder extra Betreuungskosten in Kauf. Dafür sollten sie nicht doppelt bestraft werden. Die nächste Gebührenerhöhung kommt bestimmt.

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