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Weser-Kurier: Kommentar von Peter Voith zur Linken

Bremen (ots) - Die Linken sind (neben der FDP) die eigentlichen Wahlsieger. Dabei ist der Stimmenzuwachs von rund vier Prozentpunkten untrennbar mit einem Namen verbunden: Kristina Vogt. Der alleinerziehenden Mutter ist es nach dem für die Linken desaströsen Ergebnis der Wahl 2011 (5,6 Prozent) gelungen, Partei und Fraktion wieder auf den Kurs Politik zu bringen. Denn zuvor waren sie vor allem durch innerparteiliche Streitereien aufgefallen. Statt Initiativen etwa für mehr Bildungsgerechtigkeit oder die Stärkung benachteiligter Stadtteile zu starten, fielen die Linken vor allem mit solchen Themen in der Öffentlichkeit auf: Mauscheleien um Posten, gekaufte Stimmen, ausgebootete Parteimitglieder. Seit dem Amtsantritt von Vogt ist damit Schluss. Selbst politische Gegner bescheinigen ihr, Oppositionsarbeit inzwischen nicht um des Dagegenseins zu betreiben, sondern mit Disziplin und Sachkunde. Hinzu kommt die Strategie der Linken. Sie setzen die SPD unter Druck, erinnern die Genossen nur zu gern an deren Ur-Thema soziale Gerechtigkeit. Klar, wer dieses Ziel verwirklichen will, muss Geld in die Hand nehmen. Geld, das Bremen nicht hat. Weshalb auch der künftige Senat nur herumdoktern kann. Die Linken wissen das und machen das, was sie am besten können: Kritik üben.

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