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Weser-Kurier: Kommentar von Anke Landwehr zu Arbeitsmöglichkeiten für Flüchtlinge

Bremen (ots) - Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Klaus Möhle hat einen Nachbarn, der ist türkischer Herkunft, mit einem guten Job gesegnet und nicht zuletzt deshalb voll integriert. Sagt Möhle und führt dieses Beispiel für seine Initiative als an, die Flüchtlinge schneller in Arbeit bringen soll. Ein gutes Beispiel. Denn es ist ja was dran: Wer im Beruf steht, muss in der Regel zwangsläufig mit anderen kommunizieren. Was im besten Falle zu dem Miteinander führt, das Bürgermeister Jens Böhrnsen beschwört, ohne diesem Schlagwort bisher sichtbare Taten folgen zu lassen. Möhles Vorschlag hat nur einen kleinen Schönheitsfehler: Es liegt nicht in der Macht eines Bundeslandes, das Asylbewerberleistungsgesetz abzuschaffen oder so zu verändern, dass Flüchtlingen tatsächlich ein beschleunigter Zugang zur Berufswelt ermöglicht wird. Selbst wenn sie also in Bremen gleich bei der Ankunft angeben würden, für welche Tätigkeit sie qualifiziert sind, hätte das zunächst einmal überhaupt keine Bedeutung - ob sie in ihrer Heimat nun ein Medizinstudium oder eine Ausbildung zum Handwerker abgeschlossen haben. Ihnen bleibt gegenwärtig nichts anderes übrig, als sich über eine geraume Zeit zu langweilen und sich nutzlos zu fühlen. Willkommen in Deutschland.

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