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Weser-Kurier: Kommentar von Ulf Buschmann zur Perspektive für Bremen-Nord

Bremen (ots) - In der Tat, in Bremen-Nord tut sich was. Die Zahl der Jobs steigt und die der Arbeitslosen sinkt. Das sind erst einmal durchweg positive Signale für eine seit fast 40 Jahren darbende lokale Wirtschaft. Abzuwarten bleibt allerdings, ob die zarten Pflänzchen durch bremische Aktivitäten oder schlicht durch eine gute gesamtwirtschaftliche Lage zustande kommen. Woran es in Bremen-Nord ohne Zweifel krankt, ist eine überdurchschnittlich alternde Bevölkerung. Hier gibt es viel zu tun. Allerdings kann man Zweifel haben, dass der demografische Wandel allein durch das Ausweisen neuer Bauflächen zu beeinflussen ist. Da ist Bauamtsleiter Maximilian Donaubauer im Recht, wenn er von "qualitativer Schrumpfung" spricht. Bevor weiteres Grün geopfert wird, sollten vorhandene Flächen fit fürs zukunftsgerechte Wohnen und Arbeiten gemacht werden. Zumal die Attraktivität von Bremen-Nord zweifellos gestiegen ist. Das mag auch eine Folge der anziehenden Preise für Immobilien und steigende Mieten im restlichen Stadtgebiet sein. Was Bremen-Nord aber vor allem nötig hat, ist eine umtriebige Lobby. Sie fehlt seit vielen Jahren, und das nicht nur in Politik und Verwaltung, sondern auch in der Bevölkerung. Der Bremer Norden hat es verdient.

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