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Weser-Kurier: Kommentar von Peter Hanuschke zum Ausbau-Plan für den Wilhelmshavener JadeWeserPort

Bremen (ots) - Im Herbst 2012 wurde der JadeWeserPort, der JWP, in Wilhelmshaven eröffnet. Es folgte ein Jahr mit katastrophalen Umschlagszahlen - kaum zu glauben, aber das miese Ergebnis wurde 2014 sogar noch im negativen Sinne übertroffen. Trotz dieser Entwicklung soll der einzige deutsche Tiefwasserhafen ausgebaut und im Sommer dazu die Machbarkeitsstudie vorgestellt werden. Das klingt zunächst absurd: Für Ausbaustufe I wurde bereits eine Milliarde Euro ausgegeben; für die geplante Stufe II würden noch mal rund 550 Millionen Euro fällig werden. Doch es kommt auf die Sichtweise an und darauf, ob es wirklich gelingt, dass Niedersachsen und Bremen ihre Kooperation fortsetzen und auch noch Hamburg für ein solches Projekt mit ins Boot holen können. Laut Prognosen wird der Containerverkehr bis zum Jahr 2030 um drei Prozent jährlich zunehmen - und dafür werden Hafen-Kapazitäten benötigt, die Hamburg und Bremerhaven allein nicht mehr bieten können. Und wer seine Zweifel an Prognosen hat, der kann sich aber zumindest darauf verlassen, dass der Trend zu Mega-Containerschiffen, die immer mehr Wassertiefe benötigen, anhalten wird - und Wassertiefe bietet der JWP. Ob Weser und Elbe solche Tiefen überhaupt mal bekommen, das ist nicht einmal in einer Prognose zu finden.

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