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Weser-Kurier: Zum Zustand der Bundeswehr schreibt Norbert Holst:

Bremen (ots) - Gammelige Unterkünfte, Rost- und Schimmelbefall, defekte Heizkörper und "Olympia-Mobiliar von 1972". Viele Gebäude der Bundeswehr sind unbewohnbar, werden aber genutzt. Jeder normale Vermieter würde für solche Zustände angeprangert - bei der Bundeswehr gibt es sie hundertfach. Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus weist in seinem Jahresbericht auf diese Mängel hin. Die stehen exemplarisch für viele Versäumnisse. Nun will Ministerin Ursula von der Leyen die Truppe aufhübschen. Neue Arbeitszeitmodelle, bessere Karriereplanung, mehr Kindertagesstätten, und, und, und. Am Freitag wird über das Gesetz im Bundestag debattiert. Die Veränderungen werden kommen, sie werden viel Geld kosten. Die Ministerin steht vor ihrer Bewährungsprobe: Kann sie verhindern, dass die Truppe weiterhin das Sparschwein der Nation ist? Denn ebenso wichtig wie die Vereinbarkeit von Dienst und Familie ist die Ausstattung mit funktionierendem Gerät - Hubschrauber, die tatsächlich fliegen, Minenjagdboote ohne Kupplungsschaden. Auch modernere Unterkünfte gehören dazu, wenn die Bundeswehr attraktiver werden soll. Die Soldaten haben es verdient - letztlich halten sie an immer mehr Orten der Welt für Deutschlands Interessen den Kopf hin.

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