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Weser-Kurier: Kommentar von Matthias Lüdecke zum Wissenschaftsplan

Bremen (ots) - Sie werden also wohl nicht beschließen, weder der Akademische Senat der Hochschule noch der der Universität. Die Studierenden wollen die Sitzungen heute und morgen verhindern - und damit auch die geplanten Einsparbeschlüsse. Das ist so legitim wie verständlich. Und obendrein ist es für die Studenten ein guter Zeitpunkt, ihrem Unmut Luft zu verschaffen. Im Mai wird in Bremen gewählt, da kann es nie schaden, den eigenen Standpunkt noch einmal lautstark deutlich zu machen. Vieles spricht aber dafür, dass die Beschlüsse so aufgeschoben, aber nicht aufgehoben werden. Denn den Hochschulen bleibt eigentlich nichts übrig. Sie erhalten ihren Finanzrahmen, und mit diesem Geld müssen sie klarkommen. Und dieses Geld reicht an der Hochschule eben nicht, um den Studiengang Journalistik aufrecht zu erhalten. Mit dem Wissenschaftsplan haben die Hochschulen einerseits Planungssicherheit bis 2020, andererseits aber sind sie gezwungen, einzusparen, sich zu beschränken und zu konzentrieren - und das obwohl Bremen trotz Haushaltsnotlage sogar ein bisschen mehr Geld ausgibt. Der Asta der Universität hat völlig recht, wenn er sagt, bei den Protesten gehe es auch um die grundsätzliche Frage, was für eine Universität Bremen will. Es geht aber leider auch um die Frage, was für eine Universität sich das Land noch leisten kann.

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