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Weser-Kurier: Zur Hafenwirtschaft schreibt Peter Hanuschke:

Bremen (ots) - Ein Großteil der Hafen-Akteure in Bremerhaven erwartet fürs laufende Jahr Wachstum. Das wird allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass der deutsche Werftbau insgesamt noch in der Krise steckt. Denn seit der Finanzkrise sind die Erlöse der meisten mittelständischen Reeder nach wie vor auf einem Niveau, das eine Auftragsvergabe für profitable Neubauten bei weitem nicht zulässt. Ohnehin hat sich der Schiffbau in Serie spätestens seit 2008 aus Deutschland verabschiedet - und er wird auch nicht wieder kommen. Was noch funktioniert, ist der Bau von Fähren, Jachten, Kreuzfahrtschiffen und Spezialfahrzeugen für die Offshore-Industrie - oder der Umbau und die Reparatur solcher Schiffstypen. Diese Arbeiten erfordern viel Know-how - und das hat sich offenbar am Werftenstandort Bremerhaven etabliert. Aber auch in diesen Bereichen werden asiatische Werften aufholen oder haben es zum Teil schon. Insofern ist es wichtig, dass weiterhin in Bremerhaven an den richtigen Stellen investiert wird, um einen Vorsprung vor den Mitbewerbern zu halten. Und da hätte es durchaus Sinn, wenn sich auch die öffentliche Hand etwa am Bau eines Großdocks beteiligte - schließlich werden Schiffe allgemein größer.

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