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Weser-Kurier: Kommentar von Michael Lambek zu verunreinigtem Futtermittel

Bremen (ots) - Wer vorne pestizidbelastetes Hühnerfutter reicht, darf hinten keine Öko-Eier erwarten und sie jedenfalls nicht als solche vermarkten. Die Eier essenden Endverbraucher könnte das ein bisschen ratlos zurücklassen - jedenfalls diejenigen, die bisher dachten, es handle sich bei solchen Vorschriften um Maßnahmen des Verbraucherschutzes. Dabei geht es doch wohl eher um Absatzschutz für Produzenten. Die sollen nicht auf ihren unbelasteten, wenn auch missratenen Öko-Eiern sitzen bleiben und dürfen sie als normale Eier verkaufen - wenn zuvor der Betrieb von Öko- auf normale Bodenhaltung umdeklariert worden ist. Damit wird dann auch das Öko-Huhn zum normalen Boden- oder Freilandhuhn. Mit dem Schutz des Verbrauchers hat dies alles herzlich wenig zu tun.

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