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Weser-Kurier: Kommentar von Marco Julius zur Insolvenz von DLW in Delmenhorst

Bremen (ots) - Der arg gebeutelte Wirtschaftsstandort Delmenhorst hat kurz vor Weihnachten einen weiteren Schlag zu verkraften. Die Linoleumfabrik Armstrong DLW geht ins Insolvenzverfahren, nachdem sich der amerikanische Mutterkonzern aus dem europäischen Geschäft zurückzieht und den Geldhahn von jetzt auf gleich zudreht. 370 Mitarbeiter stehen unmittelbar vor dem Fest vor einer ungewissen Zukunft. Die einstige Industriestadt Delmenhorst kämpft mit dem Wandel von der Arbeiterstadt, der die Arbeit in großen Teilen längst abhanden gekommen ist, zu einem Handels- und Dienstleistungszentrum. Auch das Werk des Kran- und Baggerbauers Atlas Maschinen GmbH, wie die Linoleumfabrik einer der größten Arbeitgeber in der Stadt, könnte sich über kurz oder lang aus Delmenhorst verabschieden, die angepeilte Schließung des Werkes ist derzeit nur verschoben, nicht vom Tisch. In der Linoleumfabrik sieht man die eigene Insolvenz allerdings jetzt als Chance und verbreitet Optimismus. Doch ob sich ein Investor findet, ob der Standort erhalten bleiben kann - und wie viele Mitarbeiter der Belegschaft dann künftig noch in Lohn und Brot stehen -, ist derzeit offen. Hoffen und kämpfen, so lautet die Parole im Betriebsrat. Hoffen und kämpfen heißt es auch für den Wirtschaftsstandort Delmenhorst. Bittere Nachrichten sind hier nichts Neues.

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