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Weser-Kurier: Über Tempo 30 in Bremen schreibt André Fesser:

Bremen (ots) - Kopf einziehen, Herr Lohse, das gibt wieder Ärger! Nach dem Stress mit Ampeln auf Autobahnzubringern und freien Fahrbahnen für Fahrradfahrer steht dem Verkehrssenator nun die nächste Debatte ins Haus. Zumindest muss man kein Prophet sein, um zu ahnen, dass politische Gegner, Wirtschaftsverbände und Autofahrerlobby dem grün geführten Ressort die Überlegungen zum Ausbau von Tempo-30-Zonen in Bremen mit Freude um die Ohren hauen werden - der Wahlkampf lässt grüßen. Dabei ist die Überlegung gar nicht so verkehrt: Wer Lärm- und Abgas-Emissionen reduzieren und Unfälle vermindern will, kommt an einem Tempolimit nicht vorbei. Und wer an einem gewöhnlichen Dienstagnachmittag mal durch das Bremer Hauptverkehrsnetz gezuckelt ist - Stop-and-Go im ersten Gang -, kann über Tempo 30 nur lachen, denn das erreicht man nur im Ausnahmefall. Auf den Straßen in der Stadt ist so viel los, dass man sich Gedanken machen muss, wie man die mitunter konkurrierenden Interessen der Verkehrsteilnehmer in geordnete Bahnen lenkt. Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit darf dabei kein Tabu sein. Klar ist aber auch, dass es Ausnahmen geben muss. Dass der Wirtschaftsverkehr auf Strecken, die die baulichen Voraussetzungen besitzen, fließen soll. Und dass jedermann mal Gas geben darf, wo es niemanden stört. Dagegen sollte auch ein Verkehrssenator eigentlich nichts haben.

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