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Weser-Kurier: Kommentar von Peter Mlodoch zur Y-Trasse

Bremen (ots) - Ein Dialog-Prozess soll's nun richten. Nach mehr als zwei Jahrzehnten Hickhack um die Y-Trasse setzen Bahn und das Land Niedersachsen auf ein umfangreiches Beteiligungsverfahren, um doch noch irgendeine Art neue Schienenverbindung zwischen den drei norddeutschen Metropolen Hannover, Bremen und Hamburg zustande zu bringen. Y darf das Ding nicht mehr heißen. Und es soll nicht mehr ein paar Minuten Zeitgewinn für Zugpassagiere bringen, sondern den wachsenden Güterverkehren dienen. Wenn es damit klappt, würde es auch für Entlastung bei dem von Verspätungen geplagten Personenverkehr sorgen. Aber braucht es dafür wirklich neue Gesprächsrunden? Soll wirklich noch ein weiteres Jahr ins Land ziehen? Ja, und nochmals Ja. Die Y-Trasse ist - lange vor dem Bahnhof Stuttgart 21 - ein Beispiel dafür, wie man mit Betroffenen nicht umgehen darf. Ignorant und intransparent wollten die Planer das Projekt durchpeitschen. Da ist es jetzt das Mindeste, aus diesen Fehlern zu lernen und die Menschen auf Grundlage von ausführlichen Fakten mitreden zu lassen. Dass es bei einem solchen Prozess am Ende nicht nur Gewinner geben wird, liegt auf der Hand. Doch wenn das Verfahren fair ist, sollten das dann auch die Verlierer sein. Und das Ergebnis akzeptieren.

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