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Weser-Kurier: Kommentar von Silke Looden zu Altlasten der Erdöl- und Erdgasförderung

Bremen (ots) - Über Jahrzehnte hinweg wurde belasteter Bohrschlamm einfach im Boden verbuddelt. Zehntausende Tonnen kontaminierte Altlasten schlummern allein im Emsland in der Erde und stellen eine potenzielle Gefahr fürs Grundwasser dar. Kaum zu glauben, dass die letzte noch in Betrieb befindliche Ölschlammgrube in Niedersachsen erst nächstes Jahr geschlossen wird. Schließlich käme heute niemand mehr auf die Idee, das Motoröl seines Autos im nächsten Gully zu entsorgen. Offenbar gelten für Energieriesen andere Umweltauflagen als für Otto Normalverbraucher. Immerhin ordnet das Landesbergamt jetzt den Rückbau weiterer bereits stillgelegter Ölschlammdeponien an. Die Betreiber versprechen umweltgerechte Entsorgung. Unmengen an belastetem Schlamm müssen ausgekoffert und aufbereitet werden. Gut, dass die Firmen dafür Rücklagen gebildet haben. Nach Abschluss der Arbeiten sollen sogar hübsche Biotope entstehen. Tatsächlich aber weiß niemand, inwieweit der Bohrschlamm bereits zum Grundwasser vorgedrungen ist. Eine regelmäßige Überprüfung der dann ehemaligen Deponien ist unbedingt notwendig, denn Wasser vergisst nie. Spät, aber hoffentlich nicht zu spät befreit sich Niedersachsen von den Altlasten der Erdöl- und Erdgasförderung.

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