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Weser-Kurier: Kommentar von Norbert Holst zum Streik bei der Bahn

Bremen (ots) - Es ist ein Spiel um Macht und Pfründe. Die Deutsche Bahn AG ist der Lokführer-Gewerkschaft am Wochenende weit entgegen gekommen, doch die GDL bleibt auf dem Eskalationstrip. Nun droht ein massiver Streik von bis zu 91 Stunden. Der Tarifkonflikt wird von der Gewerkschaft gnadenlos auf dem Rücken der Kunden ausgetragen. Klar, Lokführer, Zugbegleiter und andere Bahn-Mitarbeiter müssen nachts und am Wochenende ran, viele schieben Überstunden vor sich her. Eine kräftige Lohnerhöhung und eine Arbeitszeitverkürzung seien ihnen gegönnt. Doch im Streit mit der Bahn geht es vor allem um Kraftmeierei. GDL-Chef Claus Weselsky will sich ein Denkmal setzen, seine Gewerkschaft soll künftig auch für Zugbegleiter und andere Bahnmitarbeiter zuständig sein. Die Bahn ist am Wochenende in insgesamt zehnstündigen Gesprächen sehr weit auf die GDL zugegangen. Doch Hardlinern wie Weselsky reicht das immer noch nicht. Sie sprechen von einem "Tarifdiktat" der Bahn und ließen die Verhandlungen in letzter Minute platzen. Sogar SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi, von Haus aus Gewerkschafterin, kann den Kurs der GDL nicht mehr nachvollziehen. Die Gewerkschaft samt ihrem machttrunkenen Vorsitzenden trägt dazu bei, dass der Ruf nach Tarifeinheit lauter und nun von Arbeitsministerin Nahles auch angegangen wird.

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