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Weser-Kurier: Kommentar von Peter Hanuschke zum Offshore-Terminal in Bremerhaven

Bremen (ots) - Eigentlich hätte der Offshore Terminal Bremerhaven, kurz OTB, das Zeug für ein richtiges gutes Wahlkampfthema. Doch dieses Vorhaben wird wohl im Vorfeld der Bürgerschaftswahl keine Rolle spielen: SPD und Grüne sind für den Bau, und selbst die CDU-Fraktion in ihrer Oppositionsrolle ist für das Projekt. Und das ist bedauerlich: Denn ob diese Investition nach wie vor die erhofften Effekte haben und dafür sorgen wird, dass sich neue Offshore-Firmen ansiedeln und tausende neue Arbeitsplätze entstehen, sollte gerade vor dem Hintergrund der reduzierten Ausbauziele für Windparks auf See intensiv diskutiert und neu bewertet werden. Immerhin soll der OTB rund 200 Millionen Euro kosten - viel Geld für ein überschuldetes Land, vor allem dann, wenn sich herausstellt, dass viel zu günstige Annahmen zugrunde gelegt worden. Dass die Energiewende nur zu schaffen ist, wenn noch mehr Offshore-Windparks entstehen, davon sind viele Experten überzeugt. Trotzdem lässt sich daraus nicht automatisch eine ausreichende Auslastung für den OTB ableiten - dafür gibt es noch zu viele ungeklärte Fragen: Etwa, wie solche Parks nach 2020 ausgeschrieben werden? Mehr Zeit in Sachen OTB-Umsetzung wäre für die Branche auch kein Problem: Es gibt gegenwärtig noch genügend Umschlagsmöglichkeiten.

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