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Weser-Kurier: Zur Erhöhung des Wassercents in Niedersachsen schreibt Peter Mlodoch:

Bremen (ots) - Kleinvieh macht auch Mist. An diesen Spruch scheinen sich die rot-grünen Finanzpolitiker in Niedersachsen erinnert zu haben, als sie mal eben einen satten Zuschlag auf den Wassercent durchgewinkt haben. Fast 14 Millionen Euro spült die 47-prozentige Erhöhung jährlich in den Landeshaushalt. Mit zwei bis drei Euro fällt die Mehrbelastung für eine Durchschnittsfamilie angesichts einer jährlichen Stromrechnung von rund 500 Euro dagegen nicht sonderlich ins Gewicht. Es dürfte also kaum jemandem auffallen, der Protest sich deshalb in Grenzen halten, so das offensichtliche Kalkül der Strategen von SPD und Grünen. Vergessen wird dabei allerdings, dass diese Erhöhung für viele Mieter nur einen Teil des allgemeinen Anstiegs der Nebenkosten darstellt, dass der Wohnraum weiter verteuert wird. Dreist sind auch die Begründungen für den drastischen Anstieg. Ein Ausgleich für jahrelangen Kaufkraftverlust? So schlimm kann dieser ja wohl nicht gewesen sein, sonst wären die Finanzpolitiker in den vergangenen zwei Jahrzehnten doch schon viel früher auf die Idee gekommen, den Wassercent an die Inflation anzupassen. Oder gar ein Anreiz zum Wassersparen? Darin sind die Deutschen doch schon längst Weltmeister. Nein, die Erhöhung dient einfach nur dem Auffüllen der Staatskasse.

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