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Weser-Kurier: Kommentar von Marius Merle zu vegetarischer Tiernahrung

Bremen (ots) - Das war bei der steigenden Zahl von Vegetariern nur eine Frage der Zeit: fleischlose Nahrung auch für deren Haustiere. Doch stehen das ethisch vorbildliche Herrchen oder Frauchen vor einer schwierigen Frage: Welche Art von Vegetarier wird mein Tier? Darf es ein bisschen mehr beziehungsweise weniger sein? Sollte die Wahl auf Ovo-Vegetarier fallen, bedeutet das für Kitty und Bello den Verzicht auf alle tierischen Produkte: keine leckere Milch mehr und auch keine Eier für ein glänzendes Fell. Will man nicht ganz so hart zu seinem Vierbeiner sein, bietet sich ein Leben als Pescetarier an. Für Bello heißt es dann zwar weiter "ran an die Sojawurst", aber Kitty darf die leckere Thunfischpastete weiter genießen. Extremere Naturen machen ihr Tier im Namen des Tierschutzes zum Veganer. Dann muss auch außerhalb der Ernährung auf tierische Produkte verzichtet werden: Das schicke Lederhalsband kommt weg, ebenso die gemütliche Wolldecke am Schlafplatz. Doch für Kitty oder Bello kann es sogar noch härter kommen: Wenn Herrchen oder Frauchen sie demnächst als Frutarier ernähren. Lediglich Fallobst oder Nüsse finden sie dann noch in ihren Fressnäpfen wieder. Da können einem die armen Haustiere nur noch leid tun. Wirkliche Ernährungs-Ideologen sollten die Hände besser ganz von Tieren lassen - Kitty und Bello inklusive.

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