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Weser-Kurier: Zum Start der Formel E schreibt Ruth Gerbracht:

Bremen (ots) - Skeptisch wird sie von vielen Motorsport-Fans beäugt, die neue Formel E. Auch Sebastian Vettel mag es nicht, wenn ein Auto nicht lärmt und stinkt. Alles Käse, ließ der Formel-1-Weltmeister bereits im Vorfeld wissen. Dabei ist die Idee, mit vollelektrischen Autos auf die Rennstrecke zu gehen, gar nicht schlecht. Zum einen könnte es helfen, nicht nur im Rennsport moderne Zukunftstechniken weiter zu entwickeln. Auch jenseits der Piste könnte die Autoindustrie dadurch einen Schritt in die richtige Richtung gehen. Immerhin bedeutet einem Großteil junger Leute das aktuelle Smartphone mehr, als ein neues Auto zu kaufen und zu besitzen. Womöglich aber ließe sich mit einem Elektrofahrzeug diese jugendliche Auto-Ignoranz überwinden. Vielleicht verkauft sich ein E-Auto für den normalen Straßenverkehr eher, wenn die Formel-E-Rennserie zeigt: Hier - auch Elektroautos können schnell und smart sein. Der Spaß am Sport muss nicht leiden, das Gewissen wird auch beruhigt. Umweltschonende Boliden - besser geht es kaum. Kein Wunder, dass selbst Hollywood-Star Leonardo di Caprio mit eigenem Rennstall sein Umweltbewusstsein transportieren will. Und wo hätte man die Serie besser starten können als in Peking, der Welthauptstadt des Smogs? Die Formel E wird die Formel-1-Stinker nicht ersetzen. Muss sie auch nicht. Aber sie ist eine gute Ergänzung mit Zukunftspotenzial.

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