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Weser-Kurier: Kommentar von Christian Weth zur Forderung nach einem Hundeführerschein in Bremen

Bremen (ots) - Ein Hundeführerschein in Bremen klingt vernünftig. Und das nicht nur, weil die Zahl der Hunde in der Stadt steigt. Der Nachweis kann auch ein vielversprechender Ansatz sein, eine andere Zahl zu senken - die der Beißattacken. Nur eines sollte die Stadt nicht machen, wenn der Vorstoß des Tierschutzvereins gelingen sollte: es beim Führerschein nach niedersächsischem Vorbild zu belassen. Das Gesetz reicht nicht weit genug. Es gilt eben nur für jene, die sich einen Hund neu anschaffen und vorher keinen besessen haben. Nur wer sagt, dass jemand, der schon immer Hunde hatte, auch immer gut mit ihnen umzugehen verstanden hat? Wenn schon ein Nachweis, dann bitteschön für alle. Kommt der Führerschein, muss Bremen vorbereitet sein: Es müssen Hundetrainer her, die als Trainer wirklich taugen - wenn schon ein Hundehalter nachweisen muss, dass er einen Hund halten kann. In Bremen gibt es aber keine Stelle, die Trainer prüft. Wer eine Hundeschule aufmacht, muss sich der Tierärztekammer eines anderen Bundeslandes stellen. Außerdem muss die Stadt kontrollieren können, ob ein Hundehalter nicht nur die theoretische, sondern auch die praktische Prüfung ablegt. Auf die kommt es mehr an. Doch ob das möglich ist, muss bezweifelt werden, wenn nicht mal der Leinenzwang überprüft werden kann.

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