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Weser-Kurier: Über Auslieferungsdrohnen schreibt Andreas Kölling:

Bremen (ots) - In einem Jahrbuch für technisch interessierte Jungen Anfang der Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts erschien eine quietschbunte Illustration der Welt im Jahr 2000: In einer baumlosen Großstadtwüste kreist zwischen Hochhäusern jede Menge futuristisches Fluggerät, in dem lauter fröhliche Menschen sitzen. Bald kann es tatsächlich so weit sein. Wohl nicht im Individualverkehr, aber die automatische Warenzustellung durch die Luft wird Realität werden, auch wenn wir uns das heute kaum vorstellen können - oder mögen. Massenweise Drohnen in der Luft. Technisch eher kein Problem: Miniaturisierte Mega-Rechner und Sensoren, ein dichtes Netz von Navigationssatelliten, und mittlerweile ist jedes Fleckchen Erde in einem digitalen Kartenwerk erfasst. Es fehlen bislang die rechtlichen Grundlagen für den Einsatz fliegender Zustell-Roboter und möglicherweise auch die Akzeptanz. Drohnen machen ohnehin nur Sinn, wenn die Zustellung unmittelbar nach der Bestellung erfolgen soll. Brauchen wir das? Außer bei Pizza? Andere Distributionssysteme haben da eher Chancen. Etwa die Idee eines schwedischen Fahrzeugherstellers: Der Zusteller legt das Paket im Auto des Empfängers ab, das er mit einem PIN-Code öffnen kann. Das erspart zumindest das nervige Warten am Schalter, wenn der Postbote vergeblich geklingelt hat. Kann eine Drohne eigentlich klingeln?

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