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Weser-Kurier: Zur Vorsorgevollmacht für Tiere schreibt Justus Randt:

Bremen (ots) - Vorsorgevollmacht für Hunde? Das mag absurd erscheinen auf den ersten Blick. Angesichts dessen, dass Millionen Menschen auf der Flucht und ohne Krankenversicherung sind. Totschlagargumente sind schnell gefunden, wenn es um die Lebensumstände anderer geht. Nicht erst auf den zweiten Blick hat die Würde des Menschen allerhand zu tun mit dem Respekt vor der Kreatur. Die gerade erst befeuerte Debatte um den Schutz der Hühner und ihrer Schnäbel, der Schweine und ihrer Ringelschwänze spricht für sich und für ein Umdenken im Umgang mit sogenannten Nutztieren, die uns oft tot am liebsten sind - als nahrhafte Mahlzeit. Hund und Katze aber, als soziale Wesen, sind gerade alten Menschen nicht nur nützlich, sondern ans Herz gewachsen. Weil sie ihrer Seele wohl tun, ihnen helfen, die Einsamkeit zu durchbrechen, Hilfe sind beim Kontaktknüpfen zu anderen. Wer im Alter einen Hund hält, ist nicht allein konzentriert auf sich und seine Leiden. Wer für ein anderes Wesen Sorge tragen, Vorsorge treffen kann, ist eher in der Lage, auch auf eigene Belange zu achten. Wer nicht will, dass sein verwaister Hund ins Tierheim kommt, zeigt vor allem Verantwortungsbewusstsein. Auch weil die Heime überfüllt sind. Man muss das nicht für ein großes Problem halten, aber es lässt sich aus der Welt schaffen.

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