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Weser-Kurier: Zum Wirtschaftsstandort Bremen schreibt Andreas Kölling:

Bremen (ots) - Alles nicht so schlimm, wenn 100 Arbeitsplätze verloren gehen? Hallo, geht's noch? Das ist sehr schlimm, denn es ist nur der Anfang. Für die kommenden 15 Jahre prognostiziert eine Studie des Beratungsunternehmens PwC einen Rückgang der Erwerbstätigen in Bremen um fast fünf Prozent. In der Region München wird im selben Zeitraum die Erwerbstätigkeit etwa um den gleichen Prozentsatz zulegen. Und auch im ländlich geprägten Westniedersachsen wird sich bis 2030 das Wachstum laut PwC signifikant fortsetzen. Das sind nur zwei Beispiele. Die beiden Regionen haben es verstanden, ihre Attraktivität zu steigern, Standortvorteile auszubauen und durch eine perfekte Infrastruktur zu erschließen. Bremen ist an seine Grenzen gekommen. Auch für die Umlandgemeinden sieht es ziemlich düster aus. Delmenhorst, Verden und die Wesermarsch müssen Lösungen entwickeln, um dem gefährlichen Schrumpfungsprozess zu begegnen. Bremen kann hier eine Führungsrolle übernehmen. Das erfordert allerdings, die sprichwörtliche Kirchturm-Politik aufzugeben und gemeinsam die Probleme anzugehen. Gerade bei der Infrastruktur gibt es Defizite, die sich jetzt bemerkbar machen. Handeln ist angesagt - gemeinsam im Verbund in der Region. Damit auch neue Unternehmen kommen und keines mehr geht.

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