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Weser-Kurier: Kommentar von Alexander Pitz zur geplanten Blauen Plakette

Bremen (ots) - Die Zahlen des Umweltbundesamts sind ernüchternd: Obwohl es in vielen Ballungszentren des Landes inzwischen Umweltzonen gibt, in die angeblich nur emissionsarme Autos fahren dürfen, ist die Luftqualität vielerorts nach wie vor besorgniserregend schlecht. 30 Millionen Menschen in Deutschland sind besonders stark von Schadstoffbelastungen in der Luft betroffen, weil sie in der Nähe viel befahrener Straßen leben. Zwar sind im Kampf gegen Feinstaub einige Fortschritte erzielt worden, für das nicht minder giftige Stickstoffdioxid gilt das hingegen kaum. In mehr als 100 Städten liegen die Messwerte über der von der EU vorgegebenen Höchstgrenze. Die Ursache ist schnell gefunden. Trotz der Umweltzonen-Regeln mit gelben, roten und grünen Plaketten fahren immer noch zu viele Dreckschleudern ungestört durch die Innenstädte. Besonders Diesel-Fahrzeuge ohne wirksame Abgasreinigung verpesten die Luft. Die Forderung der Umweltverbände, diese Stinker aus den hoch belasteten Kommunen zu verbannen, ist daher naheliegend. Das sieht offenbar auch das Bundesumweltministerium so und prüft derzeit die Einführung der Blauen Plakette, die nur Autos bekommen sollen, die wirklich sauber sind. Sicherlich, die Anpassung der Umweltplaketten-Verordnung mag mit Kosten und bürokratischem Aufwand verbunden sein. Doch die Gesundheit von Millionen Bürgern dieses Landes sollte diese vergleichsweise geringen Umstände schon wert sein.

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