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Weser-Kurier: Kommentar von Hans-Ulrich Brandt zum Urteil über die Ärztevergütung

Bremen (ots) - Es gibt für niedergelassene Ärzte keinen Regionalbonus, kein erhofftes größeres Stück vom Honorarkuchen. Nicht für die Ärzte in Sachsen-Anhalt, und auch nicht für die in den anderen sechs Ländern. Das Bundessozialgericht machte ihnen kurzerhand einen Strich durch die erhoffte Aufbesserung ihrer Vergütung. Der Urteilsspruch ergibt Sinn. Es kann nicht Aufgabe der Juristen sein, den Schlichter in der eigenverantwortlichen Selbstverwaltung der Ärzte und Krankenkassen zu spielen. Die Festlegung der Honorare regeln nämlich Jahr für Jahr die beiden Vertragspartner selbst - zunächst auf Bundes- und danach auf Landesebene. Dabei werden auch regionale Besonderheiten berücksichtigt, wie zum Beispiel der Krankenstand der Versicherten. Wenn sich nun die Ärzte in mehreren Ländern benachteiligt fühlen, müssen sie sich an ihre Kassenärztlichen Vereinigungen wenden, die für sie die Vergütungsverhandlungen mit den Kassen führen. Dort ist der richtige Platz, um diesen Streit um höhere Honorare auszutragen, nicht vor Gericht. Im Übrigen darf nicht unerwähnt bleiben, dass Ärzte immer noch zu den bestbezahlten Berufsgruppen zählen. Ihre Einnahmen sind im Vergleich zu ihren Ausgaben deutlich stärker gestiegen. Zwischen 2007 und 2011 verzeichneten die Reinerlöse ein Plus von durchschnittlich 17 Prozent. Es gibt bedrohlichere Zahlen.

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