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Weser-Kurier: Kommentar von Jan Raudszus zum Adler-Streit

Bremen (ots) - Es ist ein Streit, wie es ihn jeden Tag vor deutschen Gerichten gibt: Ein Produzent hält die Rechte auf ein Markensymbol und will einem anderen Unternehmen verbieten, ein ähnliches zu verwenden. Soweit alles normal. Brisant wird der Fall, wenn eine der Streitparteien der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ist. Besonders dann, wenn es sich bei dem umstrittenen Symbol um das Logo handelt, dass die Spieler der deutschen Nationalmannschaft auf der Brust tragen. Die Mannschaft, die vor wenigen Wochen die Weltmeisterschaft gewann und der Millionen von Menschen zujubelten. Nun ist der DFB ein Verein mit wirtschaftlichen Interessen und keine staatliche Institution, verdient aber trotzdem ziemlich viel Geld an der Rolle der DFB-Auswahl als inoffizielles Nationalsymbol. Diese Rolle des DFB und seiner Mannschaft wird einen Einfluss haben auf den wichtigeren Rechtsstreit, der sich um das Logo auf der Brust der Nationalspieler dreht: Durfte sich der DFB das Symbol überhaupt eintragen lassen? Nationalsymbole sind nicht schützbar, und beim Mannschaftswappen liegt der Verdacht nahe, dass der Bundesadler gemeint ist. Was soll der sonst da, wenn nicht unterstreichen, dass es sich eben um die Nationalmannschaft handelt? Langfristig wird der DFB in dieser Auseinandersetzung den Kürzeren ziehen. Er kann nicht beides haben: Nationalsymbol und Copyright.

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