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Weser-Kurier: Zum Hacker-Angriff schreibt Norbert Holst:

Bremen (ots) - An immer neue Horror-Nachrichten über massenhaften Datenklau im Internet haben wir uns ja inzwischen gewöhnt. Doch der aufgedeckte Fall sprengt alle Grenzen. Möglicherweise könnte weltweit jeder dritte Nutzer des Netzes betroffen sein. Einmal mehr ist ein Privatunternehmen den Hackern auf die Schliche gekommen. Das ist kein Zufall. Der Grad der internationalen Zusammenarbeit gegen Cyberbanden steht umgekehrt zum Gefahrenpotenzial. Und gerade die europäischen Länder, nicht zuletzt Deutschland, haben noch mächtig Nachholbedarf. Ein Beispiel: Das Cyber-Abwehrzentrum in Bonn besteht gerade einmal aus einer Hand voll Mitarbeitern. Und noch etwas ist an diesem Fall bemerkenswert: Die US-Firma Hold Security hat die Hacker aufgespürt, gibt aber kaum detaillierte Informationen preis. Nach dem Motto: Nicht näher genannte russische Hacker bringen nicht näher genannte Daten von nicht näher genannten Webseiten zusammen. Die möglichen Opfer tappen im Dunkel. Stattdessen will Hold Security mit dem Mega-Hack auch noch Kasse machen, bietet Webseiten-Betreibern für 120 Dollar ihre Dienste an. Es ist wohl auch kein Zufall, dass der Fall jetzt bekannt wurde. In Las Vegas treffen sich Netzexperten zur bedeutenden Sicherheits-Konferenz "Black hat". Nach dem Coup steht die Firma im Rampenlicht. Ein dreistes Gebaren.

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