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Weser-Kurier: Kommentar von Alexander Tietz zum Drogenkonsum in Deutschland

Bremen (ots) - Was wurde nicht alles unternommen, um Menschen vor dem Drogenkonsum zu bewahren. Bereits in den 90er-Jahren wurde die Kampagne "Keine Macht den Drogen" intensiv betrieben. Und heute liest jeder Raucher auf Zigarettenschachteln, dass das, was er tut, tödlich sein kann. Dennoch prallen die Warnungen an den Menschen ab. Sie greifen zur Zigarette, zur Flasche, eher seltener zu Kokain oder Cannabis. Wer so handelt, trifft eine Grundsatzentscheidung: Er stellt den Genuss über die eigene Gesundheit. Bis zu einem gewissen Grad hält der Körper so etwas aus. Wenn aber Zwölfjährige, also Menschen, die wachsen und ihr Leben noch vor sich haben, besinnungslos in ein Krankenhaus eingeliefert werden, ist eindeutig eine Grenze überschritten. Der Politik lässt sich kaum vorwerfen, das Problem zu vernachlässigen. In Bremen, wo Verkäufer mit höheren Strafen belegt werden, wenn sie Alkohol an Minderjährige verkaufen, wird gehandelt. Am Komasaufen ändert das aber nichts. Die Entscheidung, nicht zu trinken, ist eben keine politische, sondern eine persönliche. An Verboten kommt man leicht vorbei. Deshalb braucht es Vorbilder, Erwachsene, die einen maßvollen Umgang mit legalen Drogen vorleben.

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