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Weser-Kurier: Zum Börsengang von Alibaba schreibt Felix Lee:

Bremen (ots) - Wall Street fiebert dem Moment schon seit Monaten entgegen. Anleger sind euphorisch. Aus dem Verkaufsprospekt geht hervor, dass Alibaba beim Börsengang einen Erlös von mindestens einer Milliarde US-Dollar anstrebt. Spekulanten rechnen mit dem 20-fachen. Der Welt stünde der größte Börsengang der Geschichte bevor. Doch aufgepasst: Allein diese Ankündigung sollte Anleger in Alarmstimmung versetzen. Keine Frage, das bislang vor allem in China sehr erfolgreiche Unternehmen wird schon bald den Rest der Welt aufmischen. Das Geschäftsmodell ist mit dem gigantischen Heimatmarkt im Rücken stabil. Anders als Twitter, eBay oder Amazon verdient Alibaba bereits seit Jahren sehr viel Geld. Doch die Welt erlebt seit einiger Zeit eine Technik-Blase: Die Bewertungen von Internetfirmen sind derzeit generell sehr hoch. Beispiel Facebook, das beim Börsengang vor zwei Jahren über 16 Milliarden Dollar eingenommen hat. Zum Vergleich: Google, das mit Abstand weltweit größte Internet-Unternehmen, war acht Jahre zuvor nur auf 1,7 Milliarden Dollar gekommen. Im Prinzip sind Aktien von Alibaba sicher eine solide Sache. Nur zum Börsenstart könnte der Preis zu hoch sein. Der Kapitalmarkt verzerrt auch hier mal wieder eine gute Idee.

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