Weser-Kurier

Weser-Kurier: Kommentar von Michael Lambek zum Ausbau der Mittelweser

Bremen (ots) - Am Ende wird niemand den Bund zwingen können, etwas zu bauen, nur weil er es 1984 geplant hat. Natürlich kann er von seinem Plan abweichen, sofern dem nicht Interessenkollisionen oder gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen. Ebensowenig ist der Bund nur deshalb an das Ergebnis einer Verkehrssimulation gebunden, weil er sie selbst in Auftrag gegeben hat. Das ändert aber nichts daran, dass die Umsetzung des Plans, die Mittelweser wegen ihres wichtigen Anschlusses an den Mittellandkanal für moderne Transportschiffe fit zu machen, einen leichten Schlag ins Lächerliche hat. Angesichts der Summen, um die es dabei geht, bleibt einem das Lachen allerdings sofort im Hals stecken. Einen Fluss herunterzustufen und seinen Ausbau für Großschiffe zurückzuschneiden, nachdem für 200 Millionen Euro in Großschleusen investiert wurde, das ist schwer vermittelbar. Eigentlich wartet man darauf, dass irgend jemand in Berlin auf den Tisch haut, um diesen Unsinn zu beenden. Deutschland lebt vom Technologie-Export und ist deshalb entscheidend auf eine funktionierende moderne Infrastruktur angewiesen. Dazu gehören allemal verlässliche und berechenbare Verkehrswege wie die Mittelweser. Das sollte zu begreifen sein.

Pressekontakt:

Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de

Original-Content von: Weser-Kurier, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Weser-Kurier

Das könnte Sie auch interessieren: