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Weser-Kurier: Zur mageren Bilanz der EWE schreibt Andreas Kölling:

Bremen (ots) - Die fetten Jahre sind vorbei. Das bekamen schon die Großen zu spüren, und auch die Kleinen trifft es jetzt hart. Auch wenn die armen Kleinen gar nicht so klein sind. Die ganze Energiebranche geht gerade durch den Scheuersack. Die abrupte Doppel-Wende hat die Giganten ins Wanken gebracht und macht auch vor der EWE nicht halt. Energie zu erzeugen und zu liefern war wie eine Lizenz zum Gelddrucken. Jahrzehntelang konnten die Strombosse auf dicke Hose machen. Jetzt geht ihnen dramatisch schnell die Energie aus. Binnen drei Jahren ist beispielsweise die RWE auf die Hälfte ihres Börsenwerts zusammengeschrumpft, weil der unbewegliche Koloss zu lange auf konventionelle Erzeugung gesetzt hat, während Öko-Strom längst die Netze verstopfte. Die vergleichsweise kleine EWE fährt nun Investitionen runter und mault über falsche Vorgaben der Politik. Nicht etwa, dass zu viel öko gefördert würde. Im Gegenteil, der EWE wird Windstrom neuerdings zu wenig gefördert, geplante Parks sind damit weniger rentabel. Das zeigt das Dilemma der Branche - und der Politik. Die bundesdeutsche Energiepolitik hat sich heillos verfranzt. Es braucht jetzt dringender denn je ein klares Ziel. Egal, wo es hingeht, eines ist eh unabwendbar: Teuer wird Energie in jedem Fall.

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