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Weser-Kurier: Kommentar von Andreas Kölling zu Daimlers chinesischem Elektro-Auto

Bremen (ots) - Das aktuelle Angebot der Stromer mit Stern ist überschaubar: Ein sündhaft teurer Sportflitzer, ein City-Transporter und ein zweisitziger Kleinstwagen, der immer noch gern als Elefanten-Rollschuh verunglimpft wird. Umso mehr verwundert die Premiere im fernen China. Ein Fünf-Sitzer mit akzeptabler Reichweite. Gerade mal vier Jahre werkelte Daimler zusammen mit dem chinesischen Batterieproduzenten an dem E-Mobil. Peking sorgte für die Standardisierung des Anschlusssteckers, kündigte den Aufbau von Ladestationen an und winkt mit attraktiven Subventionen. Der Denza hat das Potenzial zum Verkaufsschlager. Bei uns wird er nicht zu haben sein. Nicht mal 6400 E-Mobile wurden vergangenes Jahr in Deutschland zugelassen. Sogar im Auto-Zwerg Norwegen waren es gut 2000 mehr. Die angekündigte Öffnung innerstädtischer Busspuren für E-Autos ist wohl kaum Anreiz genug, auf Elektroantrieb umzusteigen. Wenn in sieben Jahren eine Million Stromer auf unseren Straßen unterwegs sein sollen, muss mehr passieren. Aufwachen, liebe Politiker, sonst verschlafen wir nicht nur die Energiewende, sondern die E-Mobilität gleich mit.

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