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Weser-Kurier: Kommentar von Peter Mlodoch zum Netzausbau für Nordsee-Strom

Bremen (ots) - Na also, geht doch. Nach Jahren der Scharmützel und gegenseitigen Vorwürfe scheinen sich der Netzbetreiber TenneT auf der einen sowie deutsche Politik und Windbranche auf der anderen Seite ihrer Partnerschaft endlich bewusst geworden zu sein. Das holländische Staatsunternehmen garantiert die rechtzeitige und mehr als ausreichende Anzahl der Anschlüsse für die Windparks in der Nordsee ans Festland. Die gemeinsamen Interessen - ob geschäftlich, politisch oder ökologisch motiviert - haben Oberhand gewonnen. Dabei half offenbar gehörig, dass Deutschland mit den abgespeckten Zielen für den Ausbau der Offshore-Energie den Druck rausgenommen hat. Für TenneT und seine Vertragspartner schafft dies genügend Luft, Geburtskrankheiten der neuen Technologien weit draußen auf dem Meer zu beheben und gleichzeitig für ausreichende Finanzierung zu sorgen. Allerdings bleibt die Frage erlaubt, warum diese Erkenntnisse so lange brauchten. Mit mehr gutem Willen - und entsprechenden vertraglichen Absicherungen - hätten die Beteiligten viel früher die gesicherten Anschlüsse für den sauberen Windstrom in die Wege leiten können. Jetzt sind ein, zwei, vielleicht sogar drei Jahre verloren - wertvolle Zeit, die nicht nur im Kampf gegen den Klimawandel fehlt. Auch die gesamte Windbranche und Tausende von Jobs an der Küste leiden unter den Verzögerungen. Für viele kommt das "Geht doch" leider viel zu spät.

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