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Weser-Kurier: Kommentar von Stefan Lakeband zur Diskriminierung bei der Jobsuche

Bremen (ots) - Die Lösung besteht aus zwei simplen Wörtern: anonyme Bewerbung. Schon oft wurde sie diskutiert, aber bis jetzt nur spärlich in Deutschland eingesetzt. Dabei kann sie eine große Hilfe sein. Wenn sich Personalchefs künftig nicht von der dunklen Haut auf dem Bewerbungsfoto, dem Kopftuch oder dem ausländisch klingenden Namen beeinflussen lassen, ist schon viel gewonnen. Denn wenn der Bewerber erst im persönlichen Gespräch sitzt, ist die Anonymität zwar passé, die größte Hürde aber genommen. Denn hier können die Jobsuchenden zeigen, was sie können - und Personalverantwortliche sich auf ihren Job konzentrieren. Denn der besteht darin, die fachliche und menschliche Kompetenz zu beurteilen. Und wenn die stimmt, fällt es sehr viel leichter, die Stimme im Unterbewusstsein auszuschalten, die lieber einen Kollegen Meier als einen Kollegen Yilmaz hätte.

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