Weser-Kurier: Kommentar zur Alkoholfahrt von Busemann

Bremen (ots) - 0,8 Promille sind kein Kavaliersdelikt; der Noch-Justizminister kann froh sein, dass ihm kein Fahrfehler unterlaufen oder kein Unfall passiert ist. Dann nämlich hätte er sich einer Straftat schuldig gemacht; personelle Konsequenzen wären unausweichlich gewesen. Aber auch schon mit dem Makel einer bloßen Ordnungswidrigkeit muss sich die Union fragen lassen, ob sie an ihrem Kandidaten festhalten kann. Ein Landtagspräsident ist ein besonderes Vorbild, er hat das höchste Amt im Land inne. Dies gilt umso mehr, als dass Busemann als Justizminister strengere Promille-Grenzen gefordert hat. Er verlangt damit von jedem normalen Autofahrer Einsicht in die Gefährlichkeit einer Alkoholfahrt am Steuer. Eine Einsicht, die er selbst sträflich vernachlässigt hat.

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