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Weser-Kurier: Der "Weser-Kurier" (Bremen) kommentiert in seiner Ausgabe vom 14. Mai den Ausgang der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen:

Bremen (ots)

So, so. Ein Abend der Paukenschläge soll das also gewesen sein - die Wahl in Nordrhein-Westfalen. Weil die SPD buchstäblich die stärkste Kraft hat. Weil es dicke reicht für Rot-Grün in Düsseldorf. Weil der FDP-Primus Christian Lindner nach Wolfgang Kubicki die Liberalen noch einmal gerettet hat. Und sie - im Vergleich zu den Piraten - sogar hauchdünn zu Lieber-alen gemacht hat. Und weil die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten grandios untergegangen ist. Aber, Hand aufs Herz, das ist doch spannend wie ein Schneckenrennen. Denn es hat eine einzige Ursache. Und die heißt: Norbert Röttgen. Hannelore Kraft lässt sich feiern, als patente Landesmutter, die die Menschen für sich gewinnen konnte. Und zwar ganz ohne Antworten auf die drängenden Fragen. Dafür mit Slogans wie "Currywurst ist SPD" oder "NRW im Herzen". Längst vergessen ist offenbar, dass es Hannelore Kraft war, die vor zwei Jahren mit einer Minderheitsregierung ein demokratisch fragwürdiges Konstrukt in Kauf genommen hat. Ein Provisorium, das nur dazu diente, sich die Macht zu sichern, und das diese vorzeitigen Wahlen verursacht hat. Noch länger vergessen ist, dass Nordrhein-Westfalen eine SPD-Hochburg war. Jahrzehntelang. Und ganz negiert wird bei den Genossen, dass Norbert Röttgen einen Spitzenkandidaten abgegeben hat, für den die Beschreibung glücklos noch ungemein geschmeichelt ist. Selten hat man einen Kandidaten erleben dürfen, der so schnöselig und ungeschickt zugleich agiert hat: Eine Karriere in Düsseldorf schien ihm zu popelig. Der Einfluss der Wähler schien ihm zu mächtig. Und der gute Ruf der Kanzlerin schien ihm gut genug, um zu schmarotzen. Schnösel Röttgen hat die Wähler scharenweise in Mutter Krafts Arme getrieben. Kurz: Currywurst war SPD. Fettnäpfchen war CDU. Die einzige bürgerliche Alternative war FDP. Genereller Protest war Piraten. Und überflüssig war die Linke. Rot-Grün regiert also in Düsseldorf. Wie bisher, nur ohne Dritte als Steigbügelhalter. Das mag das Regieren einfacher machen, wenn man unter Regieren Bestimmen versteht. Erwartet man mehr, muss das bürgerliche Lager eingebunden werden. Was hat sich also für die Nordrhein-Westfalen geändert? Viel: Sie sind Norbert Röttgen los.

Pressekontakt:

Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
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