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ARD/ZDF-Online Studie 2001: Knapp 25 Millionen Deutsche sind im Netz - zweckgebundene und zielgerichtete Nutzung des Internets dominiert

    Köln/Mainz (ots) - 24,8 Millionen Erwachsene in Deutschland nutzen
inzwischen das Internet, das sind 38,8 Prozent der Deutsch
sprechenden Bevölkerung ab 14 Jahren. Dies ermittelte die
ARD/ZDF-Online-Studie 2001, über die die neueste Ausgabe der
Fachzeitschrift "Media Perspektiven" berichtet. Im Vergleich zum
Vorjahr nutzen damit 36 % mehr Menschen das Internet. Die
Online-Studie 2000 hatte ergeben, dass 18,25 Millionen oder  28,6 %
der Deutsch sprechenden Bevölkerung zu den Internet-Nutzern gehören.
    
    Nach den Befunden der Studie haben mittlerweile auch bislang
internetferne Bevölkerungskreise in deutlich stärkerem Maße als
früher einen Onlinezugang. Die absolut größten Zuwächse kommen aber
immer noch aus der Stammklientel des Internets, die vor allem aus
jungen, formal hoch gebildeten Männern besteht.
    
    Die ARD/ZDF-Online-Studie wurde im Auftrag der
ARD-/ZDF-Medienkommission zum fünften Mal seit 1997 vom Wiesbadener
Institut für Markt und Sozialforschung ENIGMA durchgeführt.
    
    Deutliche Verschiebungen konstatiert die Studie hinsichtlich des
Nutzungsortes: Wurde 1997 noch überwiegend am Arbeitsplatz oder am
Ausbildungsort auf das Internet zugegriffen, so dominiert heute die
Nutzung zu Hause. 78 Prozent der User haben 2001 eine
Onlinezugangsmöglichkeit in ihrer häuslichen Umgebung. Die mit dieser
starken Verbreitung der privaten Onlineanschlüsse einhergehende
Ausdehnung der Internetnutzung auf das private Umfeld hat dazu
geführt, dass die heutigen Nutzer einen anderen Umgang mit den
Webangeboten pflegen. Probierten die "früheren" Internetanwender noch
mehrheitlich alle technischen Möglichkeiten des Netzes aus, so ist
heute die Nutzung weitaus zweckgebundener. An erster Stelle steht die
E-Mail-Kommunikation (80 %), gefolgt von der zielgerichteten Suche
nach interessanten Informationen (59 %). Unterhaltungsangebote im
Netz rangieren im unteren Mittelfeld. Sie werden nur von einem
Fünftel der Befragten über 14 Jahren genutzt (20 %) und spielen
lediglich für die 14-19-Jährigen eine größere Rolle (42 %).
    
    Die stärkere Verbreitung des Internets und die nochmals gestiegene
Verweildauer im Netz gehen nicht zu Lasten der Nutzung klassischer
Medien. Der ohnehin geringe Anteil der Onliner, die angeben, wegen
ihrer Internetnutzung weniger fernzusehen, Radio zu hören oder
Zeitung zu lesen, ist noch zurückgegangen. Erneut bestätigt die
Studie die Komplementärbeziehung zwischen Internet und klassischen
Medien, die jeweils unterschiedliche Bedürfnisse befriedigen.
    
    Von den Webauftritten der Fernseh- und Hörfunksender werden
insbesondere (speziell aufbereitete) Nachrichten, aktuelle
Informationen sowie Ratgeber- und Serviceangebote erwartet, während
das Interesse an Video-, Audio- und Livestreams noch sehr verhalten
ist. Offenbar gibt es auch die angestrebten Synergien zwischen
programmbegleitenden Internetangeboten und Hörfunk und Fernsehen: 55
Prozent der Internetanwender geben an, mehr von einer Sendung nach
vertiefender Onlineinformation zu haben. Zugleich erhöht sich das
Interesse am gesamten Programm durch die Onlinekontakte. Etwa gleich
viele Onlineuser sind schon einmal auf den Seiten der
öffentlich-rechtlichen bzw. der privaten Sender gewesen. Jeweils 86
Prozent der Besucher der Websites von ARD und ZDF bewerten diese
Angebote als gut oder sehr gut. Diese Ergebnisse sind repräsentativ
für die Deutsch sprechenden Internet-Nutzer ab 14 Jahren.
    
    Der Vorsitzende der ARD-/ZDF-Medienkommission und Intendant des
Hessischen Rundfunks, Prof. Klaus Berg, verweist darauf, dass es im
Internet nur wenige "Marken" gibt, die für verlässliche und seriöse
Information stehen: "Die ARD Online-Angebote ARD.de, tagesschau.de
und das-erste.de sind solche Marken, die den Menschen eine
Orientierung in der unüberschaubaren Informationsflut bieten. So
selbstverständlich für viele Menschen das Internet bereits heute ist,
so selbstverständlich ist für sie, auch in unseren umfassenden und
vielfältigen Onlineangeboten die Qualität zu finden, die sie seit
Jahrzehnten von unseren Fernseh- und Radioprogrammen kennen."
    
    ZDF-Intendant Prof. Dieter Stolte, stellvertretender Vorsitzender
der ARD-/ZDF-Medienkommission, sieht in den Ergebnissen der neuen
Studie den ZDF-Kurs bestätigt: "Viele Menschen beziehen heute ihre
Informationen von neuen technischen Plattformen wie dem Internet,
unabhängig von Zeit und Ort. Darauf haben wir uns rechtzeitig
eingestellt. Mit dem neuen Dienst "heute.t-online" biete das ZDF ein
maßgeschneidertes Angebot fundierter Information, die kompetent
aufbereitet und verlässlich rund um die Uhr abrufbar ist - ein ideale
Ergänzung und Vertiefung der ZDF-Fernsehnachrichten für die
Computergeneration".
    
    
ots Originaltext: ARD Radio & TV
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Die Ergebnisse der ARD-/ZDF-Online-Studie 2001 sind in Ausgabe 8/2001
der Zeitschrift Media Perspektiven ausführlich dokumentiert, zu
beziehen über Fax (069/155-2857) oder im Internet
(www.media-perspektiven.de). Weitere Informationen erteilen Birgit
van Eimeren, BR (089/5900-2044) und Dr. Heinz Gerhard, ZDF
(06131/705259). Außerdem steht die Studie unter
www.br-online.de/medienforschung sowie unter www.zdf.de zum Abruf
bereit.

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