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ARD Themenwoche "Essen ist Leben" erreicht mehr als 40 Millionen Menschen NDR Intendant Marmor bewertet Programmschwerpunkt als "vollen Erfolg"

Berlin (ots) - Die ARD-Themenwoche "Essen ist Leben" hat mit ihren Programmangeboten 58 Prozent der Bevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren erreicht - das sind sechs Prozentpunkte mehr als bei der ARD-Themenwoche 2009. In absoluten Zahlen entspricht der Wert in diesem Jahr 40,9 Millionen Menschen. Eine große Mehrheit des Radio- und Fernsehpublikums in Deutschland beurteilt die Themenwoche positiv. In einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der ARD-Medienforschung bezeichneten 72 Prozent den Programmschwerpunkt vom 23. bis 29. Oktober insgesamt als "sehr gut" oder "gut".

Lutz Marmor, Intendant des für die ARD-Themenwoche 2010 federführenden NDR, stellte die Medienforschungsergebnisse den ARD-Intendantinnen und -Intendanten auf ihrer Tagung in Berlin vor. "Die fünfte ARD-Themenwoche, diesmal unter der Überschrift 'Essen ist Leben', war ein voller Erfolg", so Marmor. "Sie war ein publizistisches Großereignis, das sehr viele Menschen erreicht hat und das sie schätzen. Ich habe selbst erlebt, dass Inhalte der Themenwoche zum Tagesgespräch wurden und oft auch den Anstoß gaben, über die eigenen Ernährungs- und Konsumgewohnheiten nachzudenken."

Das selbst gesteckte Ziel der ARD-Themenwoche, mehr Bewusstsein für Fragen der Ernährung zu schaffen, wurde den Umfrageergebnissen zufolge erreicht: 72 Prozent der Befragten bekundeten, ihnen sei "nach dieser Woche noch deutlicher geworden, welche wirtschaftlichen und ökologischen Veränderungen unsere Essgewohnheiten auslösen". Mehr als die Hälfte des Themenwochen-Publikums (56 Prozent) gab an, "Lebensmittel künftig noch aufmerksamer einkaufen" zu wollen als bisher. Das Bemühen der ARD, das Thema in seiner ganzen Vielfalt zu behandeln, traf beim Publikum auf eine überwältigende Zustimmung: 95 Prozent lobten die Betrachtung des Themas aus verschiedenen Blickwinkeln. Zugleich fühlten sich 89 Prozent der befragten Zuschauer und Hörer von der ARD seriös und kompetent informiert. Für das repräsentative Meinungsbild befragte das Wiesbadener Meinungsforschungsinstitut ENIGMA zwischen dem 29. Oktober und dem 7. November 2.000 Erwachsene ab 14 Jahren.

926 Fernsehbeiträge mit einer Sendedauer von rund 400 Stunden sendete die ARD insgesamt im Ersten, in den Dritten Programmen und den kooperierten Kanälen wie Phoenix. Die Auswertung der Fernsehsendungen ergibt drei annähernd gleich große Themenschwerpunkte, die in der Woche eine herausragende Rolle spielten: Erzeugung und Handel (22 Prozent der Beiträge mit 18 Prozent der für die ARD-Themenwoche insgesamt aufgewendeten Sendezeit), Gesundheit (25 Prozent der Beiträge / 23 Prozent der Sendezeit) und Kultur einschließlich unterhaltender Formate (21 Prozent der Beiträge / 24 Prozent der Sendezeit). Nach Marktanteilen lagen nahezu alle Beiträge zur Themenwoche im Ersten über den Durchschnittswerten der jeweiligen Sendeplätze. Im Schnitt erzielten die Angebote zur ARD-Themenwoche einen Marktanteil von 12,4 Prozent. Programmliche Höhepunkte im Ersten waren die Dokumentation "Hunger" (SWR), "Wie ernährt sich Deutschland" (WDR), "Hilfe, was essen wir" (HR) sowie der eigens für die Themenwoche produzierte Tatort "Borowski und eine Frage von reinem Geschmack". Gut angenommen wurde auch das Angebot am Montagabend mit "Beckmann" und der Dokumentation "Deutschland isst... mit Tim Mälzer" (NDR). Die ARD-Talkshows und die politischen Magazine "Fakt" (MDR) und "Kontraste" (RBB) sowie die "Tagesthemen" beteiligten sich ebenfalls an der ARD-Themenwoche.

Die Radioprogramme der Landesrundfunkanstalten erstellten in diesem Jahr insgesamt 1291 Sendungen bzw. Beiträge für die ARD-Themenwoche. Damit wurde das bereits hohe Niveau des Vorjahres (1174) noch einmal übertroffen. Insgesamt produzierte der Hörfunk im Rahmen der Themenwoche 256 Sendestunden. Besonders gut wurde das Thema "Essen ist Leben" in diesem Jahr auch von den jungen Wellen angenommen. So gründete WDR 1LIVE extra eine Wohngemeinschaft, in der gekocht, aber auch über gesellschaftspolitische Themen rund um die Ernährung geredet wurde. Bremen Vier erläuterte die Probleme der Lebensmittelkennzeichnung, SWR DASDING berichtete über Magersucht und Radio Fritz vom RBB suchte nach dem besten Döner der Stadt. N-JOY vom NDR lieferte den jungen Hörern einen täglichen "Frühstücks-Check" mit dem Themenwoche-Paten Tim Mälzer.

Im Internet erwies sich die ARD-Themenwoche 2010 als die bislang nutzungsstärkste. Insgesamt verzeichnete ARD.de im Zeitraum vom 14. September bis 9. November knapp drei Millionen Zugriffe auf das multimediale Angebot. Die Nutzung während der eigentlichen Themenwoche vom 23. Oktober bis zum 29. Oktober hat sich gegenüber dem Vorjahr verfünffacht. Die Presse begleitete die ARD-Themenwoche intensiv: Allein in den überregionalen Tageszeitungen und den Kopfblättern der Regionalzeitungen erschienen rund 150 Artikel zur ARD-Themenwoche. Hinzu kamen zahlreiche Beiträge in der Programmpresse und in Illustrierten sowie in Fachpublikationen.

Vielfältige Begleitaktionen rundeten die ARD-Themenwoche "Essen ist Leben" ab. So beteiligten sich im Rahmen einer Kooperation mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) 140 Betriebsrestaurants an einer Aktionswoche mit Gerichten nach Rezepten von ARD-Köchen. Rund 625.000 Mahlzeiten kamen unter dem Motto "Fünf Tage - fünf Regionen: ARD-Fernsehköche bitten zu Tisch" auf die Kantinenteller. 38 unter dem Dach des Deutschen Studentenwerks verbundene Uni-Mensen veranstalteten am 28. Oktober im Kontext der ARD-Themenwoche einen "Vegi-Tag". Durch den Verzicht auf Fleisch halfen die Studentinnen und Studenten an diesem Tag nach Studentenwerks-Angaben, bis zu 190 Tonnen Kohlendioxid einzusparen. Dieser Wert entspricht der CO²-Jahresemission von rund 100 Mittelklasseautos.

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