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Neue Studie belegt: Öffentlich-Rechtliche mit der besten Nachrichtenqualität

    München (ots) - Die ARD setzt im Nachrichtenjournalismus nach wie vor Maßstäbe. Das ist das Ergebnis der Studie "Die Qualität von Fernsehnachrichten" von Prof. Gregor Daschmann von der Universität Mainz. Demnach machen die Öffentlich-Rechtlichen nach wie vor die seriösesten Fernsehnachrichten. Vor allem die "Tagesschau" sei Vorreiter im politischen Themenbereich.

    ARD und ZDF wählen besonders häufig Themen mit gesellschaftspolitischer Relevanz für ihre Nachrichtensendungen. Relevanz gilt in der Wissenschaft als bedeutendes Qualitätskriterium. RTL, SAT1, Pro Sieben oder Vox setzen dagegen stärker auf emotionale und unterhaltende Themen. Ihre Nachrichten haben daher nicht dieselbe Qualität wie die von ARD und ZDF, schlussfolgert Daschmann.

    Die Studie des Mainzer Professors widerspricht der forsa-Umfrage im Auftrag von RTL. Sie ergab, dass die Qualität von RTL-Aktuell mit der Qualität öffentlich-rechtlicher Nachrichten vergleichbar sei. Außerdem wurden von forsa ausschließlich Erwachsene zwischen 14 und 49 Jahren befragt - die Zielgruppe von RTL. Die Ergebnisse sind damit keineswegs repräsentativ für die gesamte Bevölkerung.

    Klare Kriterien für Nachrichtenauswahl

    Grundlage der Studie Daschmanns für den SWR sind empirische Untersuchungen der Fernsehnachrichten von ARD, ZDF und privater Sender. Ergebnis: Öffentlich-Rechtliche und Private unterscheiden sich deutlich in ihren Nachrichtenprofilen.

    Die Öffentlich-Rechtlichen berichten besonders häufig über Themen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Justiz. Die Privaten setzen hingegen verstärkt auf nicht-politische Themen, insbesondere auf Sportmeldungen, Unfälle, Katastrophen und Boulevard-Themen - Tendenz steigend. Die Nachrichten der Privaten sind in den vergangenen zwölf Jahren deutlich politikärmer geworden, so das Fazit einer der untersuchten Studien.

    Die Öffentlich-Rechtlichen punkten mit einer größeren Bandbreite an Formaten, und sie trennen in ihren Berichten

    Meinung und Kommentar klarer voneinander als die kommerzielle Konkurrenz. ARD und ZDF weisen damit im Vergleich eine hohe journalistische Qualität auf und setzen nach wie vor Maßstäbe im deutschen Fernsehjournalismus.

    Neben der Relevanz erläutert Daschmann die Kriterien Vielfalt, Professionalität, Akzeptanz und Rechtmäßigkeit.

    Er zieht den Schluss: Ohne öffentlich-rechtliche Nachrichtensendungen wäre derzeit die von der Gesellschaft eingeforderte Qualität des Fernsehnachrichtenangebots in Deutschland nicht gewährleistet.

    München, 1.April 2009

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